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Behandlungen

Medikamentöse Therapie

Viele Herzkrankheiten können mit Medikamenten gut behandelt werden. Typischerweise wird die Bluthochdruckkrankheit (arterielle Hypertonie) mit Medikamenten behandelt. Auch nach einer Herzoperation oder Ballondilatation der Herzkranzgefässe müssen die Patienten lebenslang mit verschiedenen Medikamenten behandelt werden, weil Herzkrankheiten oft eine chronische Krankheiten sind, die mit dem Alter zunehmen. Leider müssen die Patienten mit einer Herzkrankheit oft mehrere Tabletten einnehmen, weil für die Herzkrankheit oft mehrere Angriffspunkte bekämpft werden müssen. So ist es fast ein Muss, dass Patienten z. B. mit Herzinsuffizienz in der Regel 3-4 verschiedene Tabletten einnehmen.

Herzkatheteruntersuchung (Koronarangiographie) / Ballondilatation (Perkutane Koronar Intervention (PCI)

Wenn der Verdacht auf eine relevante Erkrankung der Herzgefässe besteht, wird häufig eine Herzkatheteruntersuchung (Koronarangiographie) durchgeführt. Dabei wird ein feiner Plastikschlauch (Katheter) entweder in die Leistenarterie oder Handgelenksarterie hineingeführt, nachdem die Haut mit Lokalanästhetikum schmerzfrei gemacht wurde. Der Katheter wird ins Herz und in die Herzkranzgefässe eingeführt. Es wird ein Kontrastmittel in die Herzkranzgefässe injiziert und dabei Röntgenaufnahmen der Herzkranzgefässe durchgeführt. Wenn relevante Einengungen der Herzkranzgefässe vorhanden sind, wird der Untersucher mit Ihnen besprechen, ob die veränderten Gefässabschnitte dilatiert werden oder eine Bypassoperation vorgenommen werden muss. Wenn die Ballondilation bevorzugt wird, wird man anschliessend die Intervention vornehmen. Wenn aber eine Bypassoperation durchgeführt werden sollte, wird man mit den Herzchirurgen zusammen besprechen, ob eine Operation sinnvoll ist. Bei positivem Bescheid werden Sie zu einem späteren Zeitpunkt durch die Herzchirurgen für die Operation aufgeboten.

Implantation von Herzschrittmacher oder ICD (Defibrillator)

Die Implantation des Herzschrittmachers werden wir im Luzerner Kantonsspital Sursee durchführen. Bei elektiven Eingriffen wird die Operation in der Regel ambulant durchgeführt. Die Operation erfolgt nur unter lokaler Betäubung der Haut. Während der ganzen Operation sind sie wach. Für die Implantation des ICDs (Defibrillator) werden Sie in ein grösseres Spital, z. B. ins Luzerner Kantonsspital Luzern überwiesen. Auch für diese Operation genügt eine Lokalanästhesie. Bei beiden Operationen werden Elektroden durch die grosse Vene unter der Kontrolle des Durchleuchtungsgerätes ins rechte Herz eingeführt. An die Elektroden wird der Schrittmachergenerator angeschlossen.

Elektrokonversion

Mit der Elektrokonversion werden gewisse Herzrhythmusstörungen, z. B. Vorhofflimmern oder Vorhofflattern, mit einem Stromschlag wieder in den regulären Rhythmus (Sinusrhythmus) erzwungen. Der sofortige Erfolg stellt sich in 90% ein. Weil der Stromschlag schmerzhaft ist, werden Sie unter eine intravenöse Rauschnarkose gesetzt. Nach wenigen Minuten sind Sie wieder wach. Nach ca. einer Stunde können Sie wieder nach Hause. Wegen der Narkose müssen sie 6 Stunden vorher nüchtern bleiben und dürfen kein Auto lenken.